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aktualisiert am 14.03.2010 |
Um die ca. 5500 Kartoffelsorten etwas übersichtlicher zu gestalten, erfolgte eine Einteilung nach dem Alphabet.
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Das Kartoffelsortiment bietet heute ca. 5500 Kartoffelsorten in vier verschiedenen Reife- und
zwei Eigenschaftsgruppen an. Speisesorten und Wirtschaftssorten, in den Reifegruppen sehr früh, früh, mittelfrüh und mittelspät
bis sehr spät - das entspricht Kartoffelernten von Ende Mai bis Mitte Oktober. In beiden Eigenschaftsgruppen sind
Veredelungssorten für die Herstellung von Kartoffelfertigprodukten vorhanden. Einige Kartoffelsorten haben nur regionale
Bedeutung, von anderen wird in Deutschland nur Pflanzgut für den Export erzeugt. Wirtschaftssorten dienen der Herstellung von Stärke
und Alkohol.
Frühkartoffeln gibt es bereits ab Anfang Juni aus deutscher Herkunft.
Mittelfrühe Kartoffelsorten werden ab Ende August geerntet. Sie lösen die Frühkartoffeln am Markt ab und sind für die
Einkellerung geeignet.
Mittelspäte bis sehr späte Kartoffelsorten sind nur noch in geringer Anzahl vertreten. Auch sie sind für die Einkellerung bestimmt.
Angaben über Knollenform, Schale und Fleischfarbe erleichtern das Erkennen einer Kartoffelsorte.
Aus der Beschreibung des Kochtyps und anderer Eigenschaften ergibt
sich die besondere Eignung der Kartoffel für verschiedene Gerichte.
A = Festkochende Kartoffelsorten, geeignet für Salate, feste Salz- Pell- und Bratkartoffeln, Gratin
(Baltica, Cilena, Hansa, Linda, Nicola, Selma, Sieglinde)
Fest kochende Kartoffeln platzen beim Kochen nicht auf, behalten ihre feste Struktur und zeigen eine glatte feuchte Schnittfläche.
B = Vorwiegend festkochende Kartoffelsorten, geeignet für Salz- Pell- und Bratkartoffeln, auch Eintöpfe, Aufläufe,
Suppen, Puffer und Rösti (Agria, Arkula, Arnika, Atica, Berber, Christa, Desirée, Gloria, Granola, Leyla, Liu,
Marabel, Quarta, Rikea, Rosara, Satina, Secura, Solara)
Sie entwickeln beim Kochen eine mittlere Festigkeit, die der Gabel kaum Widerstand entgegensetzt. Schale springt beim Kochen wenig
auf, ziemlich festfleischig, schwach mehlig, ziemlich feinkörnig.
C = Mehlig kochende Kartoffelsorten zeichnen sich durch einen relativ hohen Stärkegehalt aus. Dadurch sind sie trocken und
grobkörnig. Beim Kochen platzen sie stark auf. Sie eignen sich daher besonders für Kartoffelpüree, Suppen, Eintöpfe, Klöße
und Knödel, Reibekuchen (Puffer), Kroketten und auch zum Backen in Alufolie. Zu den mehlig kochenden Kartoffelsorten gehören
unter anderem Adretta, Aula, Freya, Irmgard, Karlena und Likaria.
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