Grundsätzliches zur Wasseraufbereitung

Grundvoraussetzung für eine funktionierende Aufbereitung ist die Umwälzung und Filtration des Wassers (physikalische Wasseraufbereitung) sowie die Zugabe von Wasserpflegeprodukten (chemische Wasseraufbereitung). Diese physikalische und die chemische Wasseraufbereitung ergänzen sich gegenseitig und sind für eine wirksame Pflege gleich wichtig.

Umwälzung und Filtration alleine genügen aber nicht, um das Wasser klar und frei von Keimen zu halten. Deshalb ist die chemische Wasserbehandlung unerlässlich. Bakterien, Pilze und Viren werden erst durch Desinfektionsmittel abgetötet, das Algenwachstum wird erst durch Algizide sicher verhindert und zahlreiche feinste Partikel und Trübstoffe werden erst durch die Flockung aus dem Wasser entfernt.

Jeder Schwimmbadbesitzer muss also sein Schwimmbadwasser chemisch pflegen, um in hygienisch einwandfreiem Wasser baden zu können.

Zur richtigen Pflege ist ein gewisses Maß an Grundkenntnissen über die Wasseraufbereitung des Schwimmbeckens sowie die Funktion bestimmter Pflegemittel unerlässlich, die im folgenden erklärt werden. Der durchschnittliche Pflegeaufwand beträgt maximal 10 Minuten pro Woche und wird nach kurzer Zeit zur reinen Routine.

Unterschieden wird prinzipiell zwischen physikalischer und chemischer Wasseraufbereitung.

 

Physikalische Wasseraufbereitung
 

Bei einer guten Durchströmung des Beckens werden die meisten größeren Schmutzpartikel vom Filter zurückgehalten. Generell wird empfohlen, die Filterpumpe so lange in Betrieb zu lassen, dass das gesamte Wasservolumen mindestens 2-3 mal pro Tag umgewälzt wird. In der Regel entspricht dies einer Filterlaufzeit von 2-8 Stunden pro Tag. Die Berechnung der Pumpenlaufzeit können Sie selber vornehmen  [ Beckeninhalt (in m³) / Förderleistung der Pumpe (in m³/h) + 1 Stunde  ]. Besser ist eine längere Filterlaufzeit.

Verwenden Sie einen Sandfilter, muss jede Woche rückgespült werden. Dadurch wird Ihr Schwimmbadwasser auch mit Frischwasser erneuert. Was beim Sandfilter automatisch mit dem Rückspülen funktioniert, gilt auch für andere Filterarten. Diese müssen ebenfalls gereinigt werden und wöchentlich müssen mindestens 3% des Wassers durch Frischwasser ersetzt werden.

Fremdkörper, die sich trotzdem noch im Wasser befinden, werden entweder mittels eines Keschers manuell beseitigt oder sie werden mittels eines automatischen Bodensaugers abgesaugt (automatische Beckenreiniger).

Chemische Wasseraufbereitung
 
 Die chemische Wasseraufbereitung besteht aus 4 verschiedenen Pflegeschritten:
  1. pH-Wert-Regulierung
  2. Wasserdesinfektion
  3. Algenverhütung
  4. Flockung

Innerhalb der Wasserdesinfektion gibt es 4 verschiedene Pflegeprogramme, die jeder Schwimmbadbesitzer frei wählen kann:

  • Wasserdesinfektion mit Chlor
  • Wasserdesinfektion mit Aktivsauerstoff
  • Wasserdesinfektion mit Brom
  • Wasserdesinfektion mit Biguanid (PHMB)

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